<p>Dieses 15-minütige Yin-Yoga-Warmup richtet sich an Läufer und Marathonläufer aller Levels, die ihre Hüftbeuger, Oberschenkel und Achillessehnen gezielt vorbereiten möchten. Es findet vollständig im Stehen und in der Hocke statt – ideal für draußen im Wald, ohne Matte oder Boden. Durch langsames, atembasiertes Halten der Positionen werden verkürzte Strukturen sanft mobilisiert und Verletzungsrisiken reduziert. Ein ruhiger, meditativer Ansatz sorgt zusätzlich für mentale Fokussierung vor dem Lauf. Enthaltene Übungen: 1. Stehende Atemübung 2. Stehende Seitwärtsbeuge am Baum 3. Stehende Hüftbeuger-Dehnung am Baum (Ausfallschritt) 4. Stehende Quadrizeps-Dehnung mit Baumstütze 5. Stehende Vorwärtsbeuge (Ragdoll) 6. Tiefe Hocke am Baum (Malasana) 7. Stehende Wadendehnung und Achillessehnen-Dehnung am Baum 8. Stehende Hüftöffnung mit Baumstütze 9. Stehende Dankbarkeits-Atemübung mit Baumberührung</p>
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Dies ist ein 15-Minuten-Yin-Yoga-Warm-Up für Läufer und Marathonläufer. Wer regelmäßig lange Strecken läuft, weiß wie einseitig die Belastung auf Hüftbeuger, Oberschenkel und Achillessehnen wirkt — genau diese Strukturen öffnen wir heute, sanft und atembasiert, direkt im Wald. Nimm dir diese 15 Minuten vollständig für dich. Kein Boden, kein Hinlegen — alles im Stehen, in der Hocke, mit dem Baum als Stütze. Lass uns beginnen.
Übung eins — Ankommen im Wald. Stehende Atemübung.
Stell dich aufrecht hin, Füße hüftbreit, Arme locker an den Seiten. Schließ die Augen. Atme jetzt tief durch die Nase ein — vier Sekunden lang — und nimm den Waldgeruch bewusst auf. Dann langsam durch den Mund aus — sechs Sekunden lang. Lass den Körper hier ankommen. Den Lärm des Alltags loslassen.
[Pause 15s]
Weiter atmen — vier Sekunden ein durch die Nase, sechs Sekunden aus durch den Mund. Fühl wie sich die Brust und der Bauch mit jedem Atemzug weiten.
[Pause 15s]
Schön. Bleib in diesem Rhythmus — vier ein, sechs aus. Lass die Schultern bei jedem Ausatmen ein Stück tiefer sinken.
[Pause 15s]
Weiter atmen. Spür den Boden unter deinen Füßen. Die Stille des Waldes um dich herum.
[Pause 15s]
Noch ein Atemzug — tief rein, lang raus. Du bist angekommen.
[Pause 15s]
Gut gemacht. Öffne sanft die Augen.
[Pause 15s]
Übung zwei — Stehende Seitwärtsbeuge am Baum.
Stell dich seitlich neben einen Baum. Leg die linke Hand locker an den Stamm. Strecke den rechten Arm lang über den Kopf und neige dich sanft zur linken Seite, zur Baumseite. Kein Drücken — lass die Flanke einfach sinken. Atme in die gedehnte rechte Seite.
[Pause 15s]
Tiefer sinken lassen mit jedem Ausatmen. Die rechte Flanke öffnet sich, der seitliche Rumpf streckt sich lang.
[Pause 15s]
Bleib genau hier. Atme ruhig weiter — vier ein, sechs aus.
[Pause 15s]
Noch ein Moment auf dieser Seite. Spür wie die Dehnung mit jedem Atemzug etwas tiefer wird.
[Pause 15s]
Gut. Komm langsam zurück zur Mitte. Dreh dich um, wechsle die Seite. Jetzt legst du die rechte Hand an den Baum, streckst den linken Arm über den Kopf und neigst dich sanft nach rechts.
[Pause 15s]
Lass die linke Flanke öffnen. Kein Ziehen, kein Drücken — nur sinken.
[Pause 15s]
Weiter atmen. Mit jedem Ausatmen gibt der Körper ein kleines Stück mehr nach.
[Pause 15s]
Noch ein Atemzug auf dieser Seite. Bleib ruhig, bleib weich.
[Pause 15s]
Schön. Komm langsam zurück zur Mitte.
Übung drei — Stehende Hüftbeuger-Dehnung am Baum, Ausfallschritt.
Stell dich vor den Baum und stütz beide Hände locker am Stamm ab. Mach jetzt einen großen Schritt nach vorne mit dem linken Bein. Das rechte Bein bleibt hinten, das hintere Knie ist leicht weich. Lass das Becken jetzt sanft nach vorne und unten sinken. Du öffnest den Hüftbeuger der rechten Seite — eine der am häufigsten verkürzten Strukturen bei Läufern. Nicht wippen — einfach halten und atmen.
[Pause 15s]
Tiefer sinken mit jedem Ausatmen. Der rechte Hüftbeuger gibt langsam nach.
[Pause 15s]
Bleib genau hier. Atme ruhig und gleichmäßig. Stell dir vor, die Wurzeln des Baumes unter dir geben dir Stabilität.
[Pause 15s]
Noch ein Atemzug. Lass das Becken schwer werden — keine Anspannung, nur Schwerkraft.
[Pause 15s]
Gut. Komm zurück, wechsle die Seite. Rechter Fuß vorne, linkes Bein hinten. Becken sinkt nach vorne und unten. Den linken Hüftbeuger öffnen.
[Pause 15s]
Tiefer rein. Ruhig atmen, nicht wippen.
[Pause 15s]
Bleib in der Dehnung. Mit jedem Ausatmen ein kleines Stück mehr loslassen.
[Pause 15s]
Noch ein Moment. Spür den linken Hüftbeuger wie er sich öffnet.
[Pause 15s]
Sehr gut. Komm langsam zurück.
Übung vier — Stehende Quadrizeps-Dehnung mit Baumstütze.
Stell dich neben den Baum, leg die linke Hand locker an den Stamm. Heb das linke Bein hinten an und fass mit der rechten Hand den linken Fuß oder Knöchel. Das Knie zeigt nach unten, die Hüfte bleibt gerade und aufrecht. Du öffnest den linken Oberschenkel vorne — nach langen Läufen einer der wichtigsten Bereiche zum Lösen. Ruhig atmen.
[Pause 15s]
Halte die Dehnung. Knie bleibt nach unten gerichtet, Hüfte gerade. Atme tief.
[Pause 15s]
Noch ein Moment auf dieser Seite. Spür die Dehnung im vorderen Oberschenkel.
[Pause 15s]
Schön. Beide Füße wieder am Boden.
Übung fünf — Stehende Vorwärtsbeuge, Ragdoll.
Schön aufgerichtet. Kurz durchatmen.
Übung sechs — Tiefe Hocke am Baum, Malasana.
Kurz schütteln, Beine lösen.
Übung sieben — Stehende Wadendehnung und Achillessehnen-Dehnung am Baum.
Sehr gut. Beide Füße wieder nebeneinander.
Übung acht — Stehende Hüftöffnung mit Baumstütze.
Sehr schön. Beide Füße wieder am Boden.
Übung neun — Abschluss. Stehende Dankbarkeits-Atemübung mit Baumberührung.
Nimm die Hände langsam vom Baum. Öffne die Augen. Dein Körper ist mobilisiert, dein Atem ist ruhig, dein Geist ist klar. Du hast dir diese 15 Minuten gegönnt — und dein nächster Lauf wird es dir danken.