Yoga im Wald
13 min · Premium
Dieses 15-minütige Warmup richtet sich an Yoga-Praktizierende aller Level und ist speziell für die Praxis im Freien, im Wald, konzipiert. Es verbindet bewusste Atemübungen mit sanfter Mobilisation von Hals, Schultern und Rumpf. Das Warmup bereitet den Körper auf die Yoga-Praxis vor, fördert die Beweglichkeit und schützt vor Verletzungen. Gleichzeitig unterstützt es durch Atemtechniken und Naturwahrnehmung die mentale Ankunft und Beruhigung des Nervensystems.
Enthaltene Übungen:
1. Stehende Erdung / Ankommen im Stand
2. Waldatem / Bauchatmung im Stehen
3. Seitneigung des Kopfes (Halswirbelsäulen-Mobilisation)
4. Schulterkreisen vorwärts
5. Schulterkreisen rückwärts
6. Brustöffnung mit ausgebreiteten Armen
7. Seitdehnung links (Halbmond-Variation)
8. Seitdehnung rechts (Halbmond-Variation)
9. Sanfte Vorwärtsbeuge im Stehen
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Vollständiges Skript anzeigen
Dies ist ein 15-Minuten-Warm-Up für Yoga im Wald — für alle Level. Wenn wir uns im Wald bewegen, verändert sich etwas in uns. Die Geräusche, die Luft, der Boden unter den Füßen — all das hilft dem Nervensystem, aus dem Alltag herauszutreten und wirklich anzukommen. Ein bewusstes Aufwärmen in der Natur bereitet nicht nur den Körper vor, sondern auch den Geist. Nimm dir diese 15 Minuten ganz für dich — hier draußen, mit dem Wald um dich herum. Bereit? Dann lass uns beginnen.
Stell dich aufrecht hin, Füße hüftbreit auseinander, die Zehen zeigen leicht nach außen. Schließ die Augen, oder senke den Blick sanft Richtung Boden. Spür den Untergrund unter deinen Füßen — vielleicht etwas uneben, vielleicht Moos, Erde oder Wurzeln. Das ist gut so. Das ist echter Boden.
[Pause 15s]
Hör in den Wald hinein. Was nimmst du wahr? Vögel, Wind, das Rascheln der Blätter? Lass diese Geräusche zu dir kommen, ohne sie zu bewerten.
[Pause 15s]
Jetzt ein tiefer Atemzug durch die Nase. Zuerst füllt sich der Bauch, dann der Brustkorb, dann die Schlüsselbeine. Und durch den Mund langsam ausatmen — lass alles los.
[Pause 15s]
Noch einmal. Einatmen — Bauch, Brust, Schlüsselbeine. Und ausatmen — vollständig, ruhig.
[Pause 15s]
Und ein letztes Mal. Einatmen, tief und bewusst. Ausatmen — der Körper kommt zur Ruhe, bevor er sich bewegt.
[Pause 15s]
Gut. Leg jetzt eine Hand auf den Bauch, die andere auf die Brust. Wir üben den Waldatem — die Bauchatmung im Stehen. Atme durch die Nase ein, und spür wie sich der Bauch unter deiner Hand nach vorne wölbt. Die Hand auf der Brust bleibt möglichst ruhig.
[Pause 15s]
Und ausatmen — der Bauch zieht sich zurück, langsam und kontrolliert. Lass die Ausatmung länger dauern als die Einatmung. Wir atmen vier Zähler ein — und sechs Zähler aus.
[Pause 15s]
Weiter so. Einatmen — eins, zwei, drei, vier. Ausatmen — eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs. Dieses längere Ausatmen beruhigt das Nervensystem von innen heraus.
[Pause 15s]
Noch ein paar Atemzüge in diesem Rhythmus. Lass den Atem fließen — kein Zwang, keine Anspannung.
[Pause 15s]
Sehr gut. Lass die Hände jetzt sinken. Wir kommen zu einer sanften Mobilisation der Halswirbelsäule. Schultern bleiben locker und tief. Neige den Kopf langsam zur rechten Schulter — kein Rucken, nur ein sanftes Sinken. Einatmen in die Mitte, ausatmen in die Dehnung.
[Pause 15s]
Komm langsam zurück zur Mitte. Und jetzt zur linken Schulter — der Kopf sinkt sanft, die rechte Seite des Halses öffnet sich. Einatmen in die Mitte, ausatmen tiefer in die Dehnung.
[Pause 15s]
Zurück zur Mitte. Und noch einmal rechts — ruhig, ohne Eile. Der Kopf rollt niemals nach hinten, nur zur Seite.
[Pause 15s]
Zurück zur Mitte, und links. Schultern bleiben weit weg von den Ohren. Lass die Schwere des Kopfes die Dehnung erzeugen.
[Pause 15s]
Schön. Jetzt die Schultern. Kreise sie langsam nach vorne — nach oben, nach hinten, nach unten. Große, bewusste Kreise. Einatmen beim Hochziehen, ausatmen beim Loslassen nach hinten.
[Pause 15s]
Weiter kreisen, schön locker und gleichmäßig. Lass die Schulterblätter sich bewegen.
[Pause 15s]
Und jetzt die Richtung wechseln — rückwärts kreisen. Nach hinten, oben, vorne, unten. Öffne den Brustkorb mit jeder Runde.
[Pause 15s]
Weiter rückwärts, die Schultern sinken mit jeder Runde ein bisschen tiefer. Spür wie sich die Brust weitet.
[Pause 15s]
Gut. Breite jetzt die Arme seitlich aus, Handflächen drehen sich nach oben. Blick geht leicht nach oben, der Brustkorb öffnet sich. Wie ein Baum, der sich zur Sonne hin öffnet. Einatmen — weiter öffnen. Ausatmen — bleib in dieser Weite.
[Pause 15s]
Lass die Arme langsam sinken. Wir kommen zur Seitdehnung — der Halbmond-Variation. Hebe den linken Arm über den Kopf und neige dich sanft nach rechts. Die linke Körperseite öffnet sich. Hüften bleiben gerade, kein Vorkippen. Einatmen — aufrichten. Ausatmen — tiefer in die Seite sinken.
[Pause 15s]
Bleib hier. Einatmen — etwas Länge holen. Ausatmen — noch ein kleines Stück weiter sinken. Spür die Dehnung von der Hüfte bis zur Achsel.
[Pause 15s]
Noch ein Atemzug hier. Einatmen. Ausatmen — vollständig loslassen.
[Pause 15s]
Komm langsam zurück zur Mitte. Und jetzt die andere Seite — rechter Arm hoch, sanft nach links neigen. Die rechte Körperseite öffnet sich. Einatmen — aufrichten. Ausatmen — sinken.
[Pause 15s]
Bleib hier, atme bewusst in die gedehnte Seite. Einatmen. Ausatmen — noch ein bisschen tiefer.
[Pause 15s]
Letzter Atemzug auf dieser Seite. Einatmen. Ausatmen — und dann langsam zurück zur Mitte.
[Pause 15s]
Sehr schön. Jetzt rollen wir uns in eine sanfte Vorwärtsbeuge. Kinn zur Brust, und dann Wirbel für Wirbel nach unten rollen — langsam, ohne Eile. Knie leicht gebeugt. Der Oberkörper hängt schwer.
[Pause 15s]
Noch ein letzter tiefer Atemzug. Einatmen — nimm den Wald in dir auf. Ausatmen — du bist angekommen. Dein Körper ist warm, dein Geist ist ruhig. Das Warmup ist abgeschlossen — trag diese Stille mit in deine Praxis.